Ein Schwein im Kindergarten

 

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Ein Schwein steht einsam in seinem Gehege und beobachtet sehnsuchtsvoll den nahgelegenen Kindergarten und da es nicht mehr alleine sein möchte, bricht es aus und läuft zu den Kindern. Dort wird es von einem kleinen Mädchen entdeckt und mit Hilfe der anderen Kinder in die Gruppe eingeschleust. Sie geben einfach Kleidungsstücke von sich, um das Schwein zu verkleiden. Und mit vielen Ablenkungsmanövern, damit die Erwachsenen nichts merken, verbringt das Schwein einen wunderbaren Tag im Kindergarten. Solange, bis beim Gesichtwaschen nach dem Mittagsschlaf doch etwas zu sehr geplanscht wird und die Lange Lena das vermeintliche Kind umziehen will und unter Matschhose und Pulli das Schwein entdeckt und aus dem Kindergarten schubst.

Nun muss das arme Schwein wieder einsam im Matsch stehen und vermisst die Kinder ganz schrecklich mit denen es eine so schöne Zeit hatte. Doch Besuch kündigt sich an. Die Kindergartenkinder kommen als Schweinchen verkleidet mit ihren Betreuerinnen um mit dem Schwein zu spielen und „ Die Lange Lena geht zu dem Schwein und entschuldigt sich dafür, dass sie vorhin so grob war. Sie hat bloß kurz ein bisschen Angst gekriegt, und manchmal braucht man eben etwas Zeit, bevor man etwas kapiert.“

Dieses wunderschöne Bilderbuch von Johanna Thydell und Charlotte Ramel ist eine tolle Geschichte über das Anderssein und das es manchmal keine Worte braucht um sich trotzdem zu verstehen. Oder wie es eben im Buch heisst: „Manche Kinder können nicht sprechen, genau wie das Schwein, aber alle verstehen es trotzdem: Das Schwein will einfach nur dabei sein.

Und eigentlich sollen ja alle immer dabei sein.“

 

Nicht unerwähnt soll an dieser Stelle eine Rückmeldung aus einer KiTa bleiben, die anmerkten, sie können das Buch nicht benutzen, da es für Muslime undenkbar sei mit einem Schwein an einem Tisch zu sitzen. Ob übervorsichtig oder nicht, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Und eigentlich geht es doch genau darum, oder?

Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer
Ab 3 Jahren
Klett Kinderbuch
32 Seiten
€ 13, 95

 

 

 

Sommerferien!

Endlich sind sie da! Die Sommerferien. Also in NRW. 

Und da man ja nie genau weiß, was das Wetter so vor hat, sollte dieses tolle Malbuch ganz schnell in den Koffer. Oder griffbereit Zuhause irgendwo rumliegen. 

 

Lauter wunderschöne Bilder zum Ausmalen. Und das Schöne ist, die Seiten sind so dick, dass man getrost Filzstifte nehmen kann, ohne die Vorlagen auf der nächsten Seite zu versauen. Danke lieber Christophorus-Verlag, da hat mal echt jemand mitgedacht.

Besonders gut macht sich das Ausmalbuch auch in Telefonnähe zum nebenbei Rumkritzeln. Dabei ist es auch noch unglaublich entspannend, quasi ein bunter Zengarten.

Denn mühsam ernährt sich das Eichhörnchen bzw füllen sich die Seiten, wie ihr hier sehen könnt.

  
Aber das ist ja gerade das Schöne! Man hat lange was davon. Und für €9,99 ist es in der Buchhandlung eurer Wahl zu haben. Da kann man sich auch noch ein paar neue Stifte leisten oder einfach die der Kinder klauen. Und wenn die dann ganz ganz lieb sind, dürfen sie eventuell auch eine Seite ausmalen. Aber nur dann!

Schönen Ferienstart!

Bitte setzen Sie einen Helm auf!

FrauRedlich.de wird gerade überarbeitet. Insofern ist hier alles noch ein bisschen provisorisch. Ich sollte auch noch die Facebook Artikel einlegen und alles mal verschlagworten, aber das wird schon. Dauert nur noch ein bisschen.

Also, setzt euch zur Sicherheit einen Helm auf, stöbert ein wenig und freut euch auf die neue Seite.

Jasper Fforde: Die letzte Drachentöterin

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Ich liebe Jasper Fforde schon sehr lange. Und jetzt gibt es tatsächlich ein Kinderbuch von ihm, das genauso irrsinnig und aberwitzig ist, wie seine anderen Bücher.
Da gibt es zum Beispiel die Ununited kingdoms, Quarktiere, Zauberer ( deren zaubern mit enorm viel Papierkram verbunden ist) und einen Drachen.
Und mittendrin Jennifer Strange, ein Findelkind, das als Managerin bei Kazaam arbeitet und den Zauberern Jobs organisiert. Zum Totlachen. Und es wird ein Mehrteiler. yeah!
Großer Lesebefehl!!
Hmm, ich sollte die Thursday-Next Reihe nochmal lesen.

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Mit Baby ändert sich ja auch zwangsläufig die Lektüre. So lese ich jetzt auch BrigitteMom auf dem ipad und stolperte dort über einen Artikel über Cottonbudbaby.
Warum viel Geld für Babykleidung ausgeben, die nur kure Zeit passt, wenn man sich das ganze auch leihen kann? Und das auch noch fair hergestellt und in bester Bioqualität.
Das geht ganz einfach bei cottonbudbaby. Dort kann man ab 59€ im Monat ein Abo abschließen und bekommt schöne Kleidung zugeschickt. Und wenn die Sachen nicht mehr passen, kommt die nächste Kiste und man schickt die alten einfach wieder zurück.
Toller Ansatz, dachte ich mir und warte nun auf meine erste Kiste.
Ich bin sehr gespannt und werde berichten.

Richard C. Morais: Buddha in Brooklyn

11071543_891223680949776_3344034066716730967_nYes, da habe ich doch endlich mein erstes Buch in diesem Jahr beendet.
Aber leider war ich ein bisschen enttäuscht. Nachdem mich „Madame Mallory“ so begeisterte, könnte ich es kaum erwarten das nächste Buch von Morais zu lesen. Gegensätzlicher könnten für Bücher kaum sein. Während Madame Mallory voller Licht, Wärme und Lebensfreude ist, erinnert der Buddha in Brooklyn eher an tristen grauen Asphalt und auch sprachlich ist er irgendwie nicht zu vergleichen.
Es ist die Geschichte eines buddhistischen Mönches, der die Aufgabe erhält in Amerika den Bau eines Tempels zu begleiten und die dortige Gemeinde zu übernehmen. Natürlich eckt der disziplinierte und in sich gekehrte Mann relativ schnell mit den lauten und oberflächlichen Amerikanern an.
Aber vielleicht hat es ja auch ein bisschen Zen-Buddhismus in sich, dass man sich so durch die Geschichte arbeiten muss. 😉
Als nächstes kommt was leichtes: der lang ersehnte dritte Band der Selection Reihe. Prinzessinencasting und Rebellion. Und natürlich ist es an der Zeit für America sich zu entscheiden. Herzschmerz ist da vorprogrammiert. Ich bin gespannt. 💕
Mal sehen, wie lange ich diesmal brauche. Und da wartet doch noch so viel schönes auf dem Stapel.

Schnappatmung!!!

Wie bekommt man den Puls einer Buchhändlerin ganz schnell nach oben?
Indem man auf die Frage „Kind, wo hast du eigentlich den Schneeball hingetan, den du vorhin mitgebracht hast? antwortet:
„Ach den habe ich auf irgendein Buch gelegt.“

Aaahhhhhhhh!!!!
Aber der Schneeball wurde dann doch auf dem Wohnzimmertisch gefunden. Und komischerweise war der viel kleiner als vorher.

Where are you christmas??

Das ist das erste Jahr für mich ohne Weihnachtsgeschäft. Und ich muss zugeben, dass ich irgendwie null in Weihnachtsstimmung bin. Anscheinend verbinde ich Weihnachten dann doch mit Extrem-Geschenkeeinpacken.
An dieser Stelle einen lieben Gruß an alle Buchhändler da draussen. Ihr macht einen großartigen Job! Viel Kraft und Ausdauer für den Endspurt und danach (natürlich auch für alle Nicht-Buchhändler) ein wundervolles und entspanntes Weihnachten!