Finn released- Oliver Uschmann

Sie sind Freunde, obwohl sie ziemlich unterschiedlich sind: Flo, der unglaublich gerne Computerspiele zockt, Lukas, das Fussball-Ass und eben Finn, der sagen wir mal sehr kreativ ist im Umgang mit der Wahrheit. Die drei entwickeln aus Langeweile „Querfeldein“, ein Spiel in Anlehnung an Flos onlinegames. Die Aufgabe: zwölf Stunden lang nur geradeaus gehen, in einem Korridor von sieben Metern Breite. Auf dieser Quest gibt es einige Hindernisse zu überwinden. In Form von Büschen, Bächen und eben auch Häusern.
Und die drei wachsen dabei über sich hinaus.
Die Geschichte liest sich ganz nett und ist ein schönes Jugendbuch, denn Mädchen werden mit dem ganzen Kram nicht viel anfangen können, da es hauptsächlich um WoW, Fussball und Abenteuergedöns geht.
Trotz allem wirkt der Roman nicht authentisch genug. Und Finn verhält sich oft viel zu erwachsen. Oliver Uschmann schreibt sonst Bücher für die Zielgruppe ab zwanzig. Das merkt man teilweise beim Lesen, denn so einige Sprüche passen einfach nicht zu den Jungs. Beziehungsweise er versucht sich zu sehr zu drosseln in seinem Schreibstil. Vielleicht ist die Altersempfehlung des Verlages dann doch falsch. Loewe empfiehlt das Buch ab 11. Die Protagonisten sind jedoch schon 13. Für die Teens ist das Buch zu kindisch, für die Kids jedoch auch unpassend. Und das einstreuen von aktuellen Markennamen reicht nicht um zu beweisen, dass man die Kinder versteht. Vielleicht sollte Herr Uschmann lieber weiter Bücher für Erwachsene schreiben.



Loewe Verlag, 255 Seiten, €9,95

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