#bookfaces

In den drei Wochen vor den Sommerferien finden unsere Bibliotheksführungen für die weiterführenden Schulen statt und für die siebten Klassen haben wir uns dieses Jahr mal was Neues ausgedacht: #bookfaces

Angelehnt an den Bookfacefriday auf Facebook und Instagram sollen die Schüler sich mit Hilfe unserer Tablets und der zahlreichen Bücher der Bibliothek gemeinsam in Szene setzen.

Doch zuerst haben wir die Jugendlichen erstmal ein wenig gelöchert: In welchen Sozialen Netzwerken seid ihr so unterwegs? Was ist eigentlich ein soziales Netzwerk? Welche nutzt ihr täglich? Und wer von euch hat eigentlich fakeaccounts und warum?

Ich dachte echt, ich bin ja einigermaßen aufgeklärt was das Digitalsozialwesen angeht, aber es wurden Netzwerke und Apps genannt von denen ich noch nie gehört habe. Also brav nachmittags alles nachrecherchiert.

Natürlich wurden auch die wichtigen Dinge wie Bildrechte, Cybermobbing und generell Datenschutzerklärungen angesprochen und die Antworten zeigen, dass viel mehr Aufklärungsarbeit geleistet werden muss. Und da sehe ich persönlich auch die Schulen, insbesondere die Lehrer, in der Pflicht sich damit zu beschäftigen, was die Kids so auf ihren Smartphones treiben. Den wenigsten war bewußt, das es für whatsapp eine Altersfreigabe gibt und was die Konsequenzen daraus sind. Von den Zugriffsrechten ganz zu schweigen.

Ich finde es herausragend, das es in den meisten Schulen mittlerweile Medienscouts gibt, aber auch das sind wieder Schüler. Das reicht aber nicht. Was bringt es, wenn die anwesenden Lehrer keinen Schimmer davon haben, von was ihre Schüler sprechen? Einfach mal zeigen lassen.

Ich möchte jedenfalls den SchülerInnen der weiterführenden Schulen in Velbert an dieser Stelle nochmal für ihre Offenheit in den Diskussionsrunden danken. Ich habe noch sehr viel von euch gelernt und bin irgendwie heilfroh in einer Zeit ohne smartphones und dem damit herrschenden digitalen Druck aufgewachsen zu sein.

Aber gerade deshalb dürfen wir uns vor der neuen „digitalen Welt“ nicht verschließen, sondern haben die Pflicht den Jugendlichen zu helfen in dieser die Balance zu halten und sie selbst sein zu können.

Was dabei rauskommt, wenn man sich als jemand anderes inszeniert(und sei es in Teilen), seht ihr in den Ergebnissen. Lauter tolle #bookfaces!

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