Crissis Tagebücher

 

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„Crissis Tagebücher“ stand schon lange auf meiner Liste, insofern könnt ihr euch meine Freude vorstellen, als ich die Reihe in der Bibliothek fand.
Die zehnjährige Crissi lebt mit ihrer Mutter in einer eher ruhigen Kleinstadt und verbringt ihre Freizeit mit ihren zwei Freundinnen. Die drei haben unter anderem ein Baumhaus im Wald, von welchem aus sie eines Tages einen mit Farbe beschmierten alten Mann beobachten. Crissi, die unbedingt einmal Schriftstellerin werden möchte, kann natürlich nicht anders und will hinter das Geheimnis des Mannes kommen. Was sie dabei entdeckt, lässt einen beim Lesen nicht unberührt.
Sehr schön ist, dass der Erzählstil immer zwischen Comic und geschriebenen Tagebuchseiten wechselt, was der Geschichte einfach mehr Raum gibt und sie um Details ergänzt, die ansonsten etwas auf der Strecke bleiben würden. Und auch der ruhige Erzählstil, lässt einen besser eintauchen.

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Auch beim zweiten Band erwische ich mich wieder beim vor mich hinschniefen, weil es einfach so schön ist und vor lauter Rührung doch ein paar Tränchen laufen.
Mir fiel die Tage dann auf, das lustigerweise sowohl Manga, als auch Comics die mich ansprechen, überwiegend bei Tokyopop/Popcom erschienen sind. 🤔
Ich ziehe mich jetzt wieder zu Tee und Wärmflasche zurück und wünschte ich noch einen tollen Sonntag und einen guten Wochenstart! Viele Grüße vom Krankenbett und lest mehr Comics, sie haben es verdient!

Bereits erschienene Bände sind hier zu bekommen.

Joris Chamblain & Aurélie Neyret

bisher vier Bände

Popcom Verlag

Sonja Kaiblinger: Rosen und Seifenblasen – Verliebt in Serie

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Rosa Sofalektüre am grauen Sonntag nachmittag.
Seifenoper in Buchform.

Deborah ist geradezu süchtig nach der Dailysoap „Ashworth Park“, ganz zum Missfallen ihrer Schwester Abby, die dem Treiben rund um eine englische Adelsfamilie gar nichts abgewinnen kann. Doch genau in dieser Serie befindet sich Abby von einem Moment auf den anderen und wird Teil der Intrigen und Dramen.
Ganz ehrlich, das Buch ist ganz nett, falls der Fernseher gerade kaputt ist aber mehr auch nicht. Und wird eigentlich erst da spannend, wo es aufhört. Das das Buch in der Verlagsinfo jedoch mit Band 1 gekennzeichnet ist, lässt ein wenig hoffen.

ab 11 Jahren

Dark Lord…da gibt´s nichts zu lachen – Jamie Thomson

Er ist der schrecklichste Herrscher aller Galaxien, ein grausamer Tyrann und landet nach einer erbitterten Schlacht auf der Erde…gefangen im Körper eines dreizehnjährigen Jungens. Und kein Mensch glaubt ihm. Sie nennen ihn Dirk Lloyd statt Dark Lord und weigern sich ihn zu huldigen und sich zu unterwerfen. Nein, Dar..ähh Dirk hat es wahrlich nicht leicht. Doch zum Glück gibt es ein paar Menschlinge, die sowas wie seine Untergebenen und Speichellecker werden, quasi seine Freunde und ihm bei seiner Rückkehr helfen wollen. Denn schließlich ist das alles ein riesiger Spaß, oder?
Herrlich lustiges Buch mit charmanten(ja wirklich!) Charakteren. Selten hatte man so viel Mitleid mit dem abgrundtief Bösen! Kann ich bitte direkt den zweiten Teil haben?
Arena Verlag
€14,99

Direkt bestellen: http://bit.ly/L5hDGt

 

Nicht drücken! – Gernot Gricksch

Siri und Ole gehen in eine Klasse und beide nicht so typisch Mädchen bzw Junge. Siri spielt gerne Fussball und verabscheut Schminke. Ole guckt jeden Abend heimlich Glamour High, die schnulzigste aller Serien. Und eigentlich haben beide auch gar nicht soviel miteinander zu tun, obwohl sie sich ziemlich nett finden. Das ändert sich als beide den geheimnisvollen Kimonofrauen begegnen, die ihnen jeweils eine Fernbedienung mit nur einem Knopf und dem Hinweis „Nicht drücken!!“ geben. Natürlich drücken sie doch und auf einmal benehmen sich alle Männer wie Frauen, alle Hunde wie Katzen und andersrum. Und Ole und Siri können das Ganze nur in den Normalzustand bringen, wenn die weinerlichen, Ballett tanzenden Jungs gegen die rüpelhaften, brutalen Mädchen im Fussball gewinnen.
Eine sehr süße Story, die natürlich alle Klischees auspackt. Aber wenn sich bullige Bauarbeiter entscheiden nur einen kleinen Salat zu essen, da sonst alles wieder auf den Hüften landet, muss man sehr lachen.
Die geheimnisvollen Kimonofrauen trieben auch schon in anderen Grickschromanen ihr Unwesen. Und es wird wohl auch nicht ihr letzter Streich gewesen sein.

Dressler Verlag, ca 250 Seiten, €12,95

Linus Lindbergh und der Riss in der Zeit – Tobias Elsäßer

In Linus Familie sind alle Erfinder. Seine Mutter manipuliert schonmal das Wetter, sein Opa baut Rakten und sein Papa ist Experte für Computerspiele und Zeitmaschinen. Nur Linus bekommt keine Erfindung hin. Ideen hat er genug, aber die Umsetzung bereitet ihm Probleme. Und seinen Vater kann er nicht um Rat fragen, da dieser seit einiger Zeit verschwunden ist. Und in der Schule hat er es auch nicht gerade leicht, da ihn dort alle für einen Spinner halten.
Doch dann kommt eine neue Mitschülerin in die Klasse, die Linus nicht gleich als den „Idioten, der auf dem Flughafen lebt“ abstempelt. Sie hilft ihm sogar mehr oder weniger freiwillig bei der Suche nach seinem Vater.
Ein fantasievoller Roman mit sehr charmanten Figuren. Besonders erwähnt werden muss da noch Majus12, der Hausroboter, der eine Vorliebe für selbstgeschneiderte Hawaiihemden hat und nicht immer mit den Gefühlen der Menschen klarkommt.
Sehr lesenswert! Und wird fortgesetzt.



Sauerländer, 218 Seiten, €12,99