Sarah Driver: Die drei Opale – Über das tiefe Meer

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Na toll, jetzt sitze ich hier, eher Ende als Mitte dreißig und versuche nicht zu heulen, nur weil mein Buch zu Ende ist. Weil ich Maus, Sperling und die anderen so sehr in mein Herz geschlossen habe, dass ich sie da nie wieder rauslassen will.
Also worum geht es? „Sarah Driver: Die drei Opale – Über das tiefe Meer“ weiterlesen

Die Königinnen der Würstchen

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Heute ist der letzte Tag der Frankfurter Buchmesse und ich bin immer noch am Eindrücke sortieren und verarbeiten. Doch dazu kommt noch ein extra Beitrag.

 

Bereits vor der Messe las ich das passende Buch zum diesjährigen Gastland Frankreich:

„Die Königinnen der Würstchen“ von Clémentine Beauvais, auf das ich sehr neugierig war. Denn es wurde immer mal wieder in Gesprächen mit BuchhändlerkollegInnen empfohlen. Insofern wanderte es ganz oben auf meinen Stapel und wurde dann auch in Nachtschicht in einem Rutsch durchgelesen.

Es geht um Mireille, die von ihren Mitschülern auf Facebook zur „Wurst des Jahres“ gewählt wird, sprich zum hässlichsten Mädchen der Schule. Da es bereits das dritte Mal ist, ärgert sie das nicht mehr wirklich, sie ist eher neugierig darauf, wer sie dieses Jahr auf Platz drei und somit zur Bronzewurst degradiert hat. Und so lernt sie Astrid und Hakima kennen, die ihre Auszeichnung nicht ganz so mit Würde tragen, wie Mireille.

Die drei pubertierenden Mädchen beschließen aus teils sehr unterschiedlichen Gründen mit dem Fahrrad nach Paris zu fahren/fliehen(?) um dort die große Nationalfeiertagsarty im Elysée-Palast zu crashen. Finanzieren wollen sie das ganze passenderweise durch den Verkauf von Würstchen auf ihrer Strecke. Nach anfänglichem Widerstand der Eltern machen die drei sich in Begleitung von Hakimas großem Bruder, einem ehemaligen Soldaten, auf den Weg und erlangen innerhalb kürzester Zeit mehr Aufmerksamkeit, als sie jemals geahnt hätten.

 

Ich hatte anfänglich wirklich Schwierigkeiten in den Roman reinzukommen, da der Schreibstil irritiert. Aber je näher man Mireille kennenlernt, die die Geschichte erzählt, versteht man dieses in der Blüte ihrer Pubertät stehende Wesen, dass durch ihre bisherige Geschichte doch recht großmäulig und damit unnahbar durchs Leben geht. Dadurch versteht man aber eben auch schnell, wie sie auf andere wirkt, aber mit der Zeit lernen wir dann die Mireille hinter diesem verbal um sich schlagenden Teenagers kennen.

Erfrischend an „Die Königinnen der Würstchen“ ist die Bodenständigkeit der Geschichte. Hier werden keine dicken Mädchen zu Schönheitsköniginnen (genau über diesen Plottwist wird sich in einem Kapitel lustig gemacht), sondern die Mädchen wachsen durch Selbstakzeptanz über sich hinaus. Sie nehmen das Label, das man ihnen verpasst nicht an oder tragen es als Bürde, sondern sie tragen es als Auszeichnung und werden zu Königinnen. Klar, verändert sich jede von Ihnen auf ihrer Reise ein bisschen, aber sie sind immer noch sie selbst. Und das tut in Zeiten von immer erschreckenderen Schönheitsidealen, Selbstinszenierungen im Internet (und dem damit verbundenem Druck) und besorgniserregendem Schlankheitswahn sehr sehr gut.

Ich musste im Laufe der Lektüre mehrmals an „Gretchen Sackmeier“ von Christine Nöstlinger denken, quasi die feministische Jugendliteratur meiner Pubertät.

Die Geschichte hinterlässt nach der Lektüre einfach ein gutes Gefühl und nach dem Epilog möchte man die drei Mädels einfach nur ganz feste drücken und sagen „Ich bin so stolz auf euch und die Frauen, die ihr im Begriff seid zu werden.“.

Insofern freue ich mich sehr, dass der Roman für den „Prix des lycéens allemands 2017“ nominiert wurde.

 

Clémentine Beauvais

Die Königinnen der Würstchen

Carlsen Verlag

ISBN/EAN: 9783551556776

 

Wires & Nerves

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Von den vielen Jugendbuchreihen hat mich eine in den letzten Jahren besonders begeistert. Und zwar die Luna- Chroniken von Marissa Meyer. Grimm meets Science-Fiction. Allein der WTF-Moment, als man im ersten Band direkt damit konfrontiert wird, das Cinder (man merkt an wem sich der Name orientiert) ein Cyborg ist.
Starke Charakteren, besonders starke Frauenbilder, und Spannung bis zur letzten Seite.
Der Abschied war insofern schon ein bisschen schwer.
Aber 🎉(Konfetti), das Vermissen hat ein Ende, denn seit dieser Woche gibt es ein Wiedersehen ( wortwörtlich), denn es ist der erste Band einer Graphic Novel Fortsetzung erschienen und endlich tritt die Person ins Rampenlicht, die es verdient hat: Iko! Die Androidin mit der mehr als ausgeprägten Persönlichkeit.
Zeitlich spielt das ganze etwa ein 3/4 Jahr nach dem letzten Band und zeigt, das noch lange nicht Friede, Freude, Eierkuchen ist, weder auf dem Mond, noch auf der Erde.
Und jetzt heißt es leider wieder Warten auf den nächsten Teil.
Falls ihr mehr über die Luna Chroniken wissen wollt, kann ich euch auch gerne noch ein bisschen vorschwärmen.
Ich wünsche euch ein tolles Wochenende!

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Lou und ihr Männerballett

Lou und ihr Maennerballett von Nat Luurtsema

 

Für Lou bricht gerade ihre ganze Welt zusammen:

Nachdem sie beim Vorentscheid zur Olympiazulassung kläglich versagt, fährt das Schwimmteam und damit all ihre Freundinnen ohne sie ins Trainingscamp und ohne ihren bisher durch Training bestimmten Alltag, hat Lou auf einmal viel Zeit, die sie irgendwie umbringen muss.

Und auf einmal tauchen (im wahrsten Sinne des Wortes) in der Schwimmhalle die coolsten Jungs der Schule auf und bitten ausgerechnet Lou darum sie zu trainieren. Als Wasserballettteam für eine Talentshow.

Auf dem Weg dahin gibt einige Unwegsamkeiten und dann auch noch Konkurrenz, doch Lou und ihr Männerballett finden für fast alle Hindernisse eine Lösung.

Eine wunderbar komische Geschichte, bei der man sich ab und zu kringelt vor lauter Fremdschämen mir einer so liebenswerten Protagonistin.

Für Kichervergnügte Stunden auf dem Sofa, am Strand, auf dem Balkon…. ab 13 Jahren.

Bestellen könnt ihr das Buch ganz einfach hier.

Jasper Fforde: Die letzte Drachentöterin

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Ich liebe Jasper Fforde schon sehr lange. Und jetzt gibt es tatsächlich ein Kinderbuch von ihm, das genauso irrsinnig und aberwitzig ist, wie seine anderen Bücher.
Da gibt es zum Beispiel die Ununited kingdoms, Quarktiere, Zauberer ( deren zaubern mit enorm viel Papierkram verbunden ist) und einen Drachen.
Und mittendrin Jennifer Strange, ein Findelkind, das als Managerin bei Kazaam arbeitet und den Zauberern Jobs organisiert. Zum Totlachen. Und es wird ein Mehrteiler. yeah!
Großer Lesebefehl!!
Hmm, ich sollte die Thursday-Next Reihe nochmal lesen.