Sara Barnard: Vielleicht passiert ein Wunder

Tatsächlich habe ich den Bereich Sick-Lit (ja, das heisst tatsächlich so 😀 ) bisher irgendwie ausgespart. Ich habe bisher weder „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, noch „Wunder“ gelesen, werde es aber irgendwann mal nachholen.

Aus dem youBibians-Regal in der Bibliothek habe ich mir deswegen über das lange Wochenende „Vielleicht passiert ein Wunder“ von Sara Barnard mitgenommen. „Sara Barnard: Vielleicht passiert ein Wunder“ weiterlesen

Vicki Grant: 36 Fragen an dich

Ein Buch was nicht nur mir sehr gefallen hat. Kendra von den youBibians war auch sehr begeistert und da ich ihrer Rezension quasi nichts hinzufügen kann, lest ihr Kendra heute als Gastbeitrag.

.36 Fragen an dich von Vicki Grant

„Mein Name ist Jeff. Ich bin Doktorand hier an der Uni. Vor Kurzem habe ich ein Forschungsstipendium erhalten zum Thema – tja, am besten kann man es als Beziehungsaufbau beschreiben. Im Prinzip interessiere ich mich für die Frage, ob man Testpersonen wie Sie, zum Beispiel, dahingehend beeinflussen kann, dass sie eine enge persönliche Bindung zu einem anderen Teilnehmer entwickeln.“

Als Hildy das hört, fragt sie sich, ob sie das Ganze nicht doch besser lassen sollte. Sie und die Liebe, das ist wie Feuer und Wasser, das passt einfach nicht zusammen. Andererseits, ist sie echt neugierig und wenn sie eh schon mal da ist. Hildy lässt sich also von Jeff in die Details einweisen. Das ganze Experiment ist recht simpel. Sie wird in einem Raum sitzen mit einem fremden Jungen und beide sollen 36 Fragen beantworten. Wichtig dabei ist, dass sie ehrlich antworten. Also gut, denkt sich Hildy. Was soll schon großartig passieren? Sie begibt sich also in Zimmer 714 und trifft dort auf Paul. Gut aussehend, cool und unnahbar. Auf den ersten Blick könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein. Während Hildy das Experiment für die Wissenschaft macht, ist Paul nur an den 40$ interessiert. Sie ist musisch total unbegabt, er spielt Schlagzeug und zeichnet. Hildy achtet auf grammatikalische Korrektheit, Paul hingegen ist sie völlig egal. Und doch sitzen beide in demselben Raum. Sie fangen an sich Fragen zu stellen, wie zum Beispiel „Wärst du gern berühmt?“ oder „Wie sieht ein perfekter Tag für dich aus?“. Alles verläuft nach Plan, bis Hildy mit einem Fisch nach Paul wirft und aus dem Zimmer rennt.

Kann aus einem Experiment die große Liebe werden? Der US-Psychologe Dr. Arthur Aron war der erste der versuchte diese Frage mit einem Experiment („Die experimentelle Erzeugung zwischenmenschlicher Nähe“) zu beantworten. Sein Ziel war es herauszufinden, ob 36 Fragen und ein anschließender 4 minütigen Augenkontakt genug sind, dass sich zwei fremde Menschen ineinander verlieben. Wie ich finde ein sehr interessantes Thema, das wundervoll verarbeitet wurde. Ich würde es wie folgt beschreiben: das Experiment ist das Skelett und Hildy und Paul sind der Körper, der alles zum Leben erweckt. Vicki Grant hat zwei grandiose Hauptcharaktere erschaffen. Beide sind intelligent, witzig und charmant. Hildy hat mir von der ersten Zeile an ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Einerseits ist sie etwas kindisch und tollpatschig (allerdings auf liebevolle Art und Weise), andererseits ist sie sehr erwachsen und tut alles, um ihren Bruder zu beschützen. Paul ist geheimnisvoll und gibt nicht viel von sich preis, was ihn wiederum interessant macht. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt mit dem Verlauf der Fragen. Sie wird immer intimer, weil beide nach und nach ihre tiefsten Wünsche, Ängste und Erlebnisse freigeben.
Sehr einzigartig ist auch der Schreibstil von Vicki Grant. Die meiste Zeit erleben wir die Gespräche zwischen Paul und Hildy in Dialogform. Für  mich war es das erste Mal so zu lesen und ich fand es erfrischend. Es regt die Vorstellungskraft an und sofort startet das Kopfkino. Sehr genial! Zudem lockern kleine Zeichnungen und Skizzen von Paul das Leseerlebnis weiter auf.
Das einzige was ich nicht so toll finde ist das knappe und abrupte Ende, was die Romantik und die Stimmung etwas dämpft. Aber ansonsten ist es ein wunderbares Buch. Besonders geeignet für die Psychologie-Fans und Romantiker unter euch.

Kendra

Deutscher Buchhandlungspreis

Gestern wurde in Hannover der Deutsche Buchhandlungspreis 2017 verliehen und ich freue mich, das so viele geschätzte Kollegen deutschlandweit damit bedacht wurden. Besonders freue ich mich aber für die Buchhandlung v. Mackensen in Wuppertal und die Buchhandlung van Wahden in Wermelskirchen.

2003 beendete ich meine Ausbildung in Frankfurt und suchte notgedrungen eine erste Stelle, da Hugendubel uns nicht übernehmen konnte und im Internet stieß ich auf eine Stellenanzeige mit lediglich einer Emailadresse und einem vagen Postleitzahlenbereich. „Deutscher Buchhandlungspreis“ weiterlesen

Heart in a box

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Emma hat Liebeskummer. Den von der ganzen schlimmen Sorte, der einem das Gefühl gibt sich das Herz rausreißen zu wollen. Und sie wünscht sich, sie hätte kein Herz. Dummerweise bekommt jemand diesen Wunsch mit und erfüllt ihn und nimmt Emma ihr Herz.

Nach nur kurzer Zeit merkt Emma, das es so ganz ohne Herz auch ziemlich scheiße ist und sie versucht den Handel rückgängig zu machen. Doch ihr Herz wurde bereits anderweitig verteilt. „Heart in a box“ weiterlesen

Büchermobil

Manchmal träume ich ja ein wenig vor mich hin. Was ich alles so gerne mal machen würde. Und neben dem Traum der eigenen Kinderbuchhandlung, hat sich ja eine weitere Idee in mir eingepflanzt.

Entstanden ist die Idee mal wieder auf dem unglaublich kreativen AvJ-Seminar, indem es dieses Jahr um Spracherwerb und Leseförderung ging. Und spätestens bei dem Kamishibai-Workshop war die Idee geboren: Ich hätte so gerne ein Büchermobil! ❤

In den letzten Jahren wird viel zum Thema Leseförderung getan, doch oftmals werden die Kinder nicht erreicht, da die Eltern nicht über die Möglichkeiten Bescheid wissen oder es mit Aufwand verbunden ist. Deswegen sollte die Leseförderung aktiv dahin gehen, wo die Kinder sind.

Meine Idee ist ein Büchermobil, dass mit Bilder- und Erstlesebüchern bestückt ist. Mit diesem kann man auf Spielplätzen, in Kindergärten, Tagespflegeeinrichtungen, Familienzentren, Kinderfesten, in Parkanlagen und ähnlichem halt machen, dort vorlesen, basteln oder die Kinder einfach nur Bücher anschauen lassen und eventuell diese auch verleihen. Und eben auch den Zugang zu aktuellen, ansprechenden Büchern ermöglichen. Durch die Mobilität werden Schwellenängste(Bibliothek, Buchhandel..) umgangen und abgebaut. Quasi ein Spielmobil mit Büchern.

Soweit die Idee. Und das perfekte Fahrzeug gibt es dazu bereits auch. Der Tulipan Verlag hat da was ganz feines gebaut

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hier zu bewundern

Jetzt fehlt nur noch ein Sponsor, ein Lottogewinn, Businessplan….*seufz*

Wie findet ihr die Idee?