Oh, ein Tier!

Es gibt Bücher, die so toll sind, dass Worte meist gar nicht reichen.

Zu diesen Büchern gehört definitiv „Oh, ein Tier!“ von Felix Bork. Ein Bestimmungsbuch „mit fast allen heimischen Arten“. Seite für Seite lernt man hier in teils sehr verschiedenen Illustrationen so einiges über die Tierwelt. Und durch den künstlerischen Gestaltungskontrast zwischen naturgetreuer Malerei und fast schon kindlich anmutenden Zeichnungen, heißt dieses Buch die ganze Familie willkommen und lädt zum stundenlangen Stöbern und Entdecken ein. „Oh, ein Tier!“ weiterlesen

Letzter Bus nach Coffeville

„Es ist so weit, Gene.“

Mehr braucht es nicht. Fünf Worte, die Eugene Chaney an ein Versprechen erinnern sollen, das er seiner Freundin Nancy vor Jahrzehnten gegeben hat. Und obwohl sie sich ebenfalls jahrzehntelang weder gesehen oder gesprochen haben ist Gene willens dieses Versprechen zu halten: Nancy ist an Alzheimer erkrankt und er, der Mediziner, soll helfen ihr Leben zu beenden bevor sich die Krankheit ihrer total bemächtigt.

Gemeinsam mit ihrem Studienfreund machen sie sich in einem geklauten Tourbus machen sie sich auf den Weg nach Coffeeville. Unterwegs wächst die Reisegruppe stetig und ein Lebenslauf ist spannender als der andere.

Wer den „Hundertjährigen, der aus dem Fenster stieg…“ mochte, wird dieses Buch lieben, denn es erinnert im Erzählstil doch sehr daran. Im Laufe der Geschichte erfährt man nach und nach in Rückblicken die Werdegänge der drei Freunde und ihrer Wegbegleiter und zum Teil sind diese sehr skurril, dramatisch, das Leben eben.

Seien es die Schicksalsschläge, die Doc durchleben musste, der gemeinsame Kampf gegen Rassendiskriminierung oder Bobs Begegnung mit Che Guevara. So ist der Roman nicht nur ein emotionaler Roadtrip, sondern auch eine Reise durch die Geschichte der USA der letzten 50 Jahre.

Je mehr man über die Reisegruppe erfährt, umso mehr wünscht man sich, dass sie ihr Ziel nicht erreichen. Denn man möchte einfach nicht Abschied nehmen von diesen Menschen, die einem so sehr ans Herz wachsen. Und über allem schwebt die Hoffnung und sei der Funken noch so klein, dass es Nancy besser gehen wird.

 

Der Autor J. Paul Henderson arbeitet unteranderem als Busfahrer und Finanzbuchhalter, bevor die Alzheimererkrankung seiner Mutter ihn zum Schriftsteller werden ließ. Was die emotionale Authentizität des Romans erklärt. Mich ließ das Ende jedenfalls in Tränen zurück und das war gut so.

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J. Paul Henderson

Letzter Bus nach Coffeeville

Diogenes Verlag

ISBN/EAN: 9783257243918

 

Sommerferien!

Endlich sind sie da! Die Sommerferien. Also in NRW. 

Und da man ja nie genau weiß, was das Wetter so vor hat, sollte dieses tolle Malbuch ganz schnell in den Koffer. Oder griffbereit Zuhause irgendwo rumliegen. 

 

Lauter wunderschöne Bilder zum Ausmalen. Und das Schöne ist, die Seiten sind so dick, dass man getrost Filzstifte nehmen kann, ohne die Vorlagen auf der nächsten Seite zu versauen. Danke lieber Christophorus-Verlag, da hat mal echt jemand mitgedacht.

Besonders gut macht sich das Ausmalbuch auch in Telefonnähe zum nebenbei Rumkritzeln. Dabei ist es auch noch unglaublich entspannend, quasi ein bunter Zengarten.

Denn mühsam ernährt sich das Eichhörnchen bzw füllen sich die Seiten, wie ihr hier sehen könnt.

  
Aber das ist ja gerade das Schöne! Man hat lange was davon. Und für €9,99 ist es in der Buchhandlung eurer Wahl zu haben. Da kann man sich auch noch ein paar neue Stifte leisten oder einfach die der Kinder klauen. Und wenn die dann ganz ganz lieb sind, dürfen sie eventuell auch eine Seite ausmalen. Aber nur dann!

Schönen Ferienstart!

Richard C. Morais: Buddha in Brooklyn

11071543_891223680949776_3344034066716730967_nYes, da habe ich doch endlich mein erstes Buch in diesem Jahr beendet.
Aber leider war ich ein bisschen enttäuscht. Nachdem mich „Madame Mallory“ so begeisterte, könnte ich es kaum erwarten das nächste Buch von Morais zu lesen. Gegensätzlicher könnten für Bücher kaum sein. Während Madame Mallory voller Licht, Wärme und Lebensfreude ist, erinnert der Buddha in Brooklyn eher an tristen grauen Asphalt und auch sprachlich ist er irgendwie nicht zu vergleichen.
Es ist die Geschichte eines buddhistischen Mönches, der die Aufgabe erhält in Amerika den Bau eines Tempels zu begleiten und die dortige Gemeinde zu übernehmen. Natürlich eckt der disziplinierte und in sich gekehrte Mann relativ schnell mit den lauten und oberflächlichen Amerikanern an.
Aber vielleicht hat es ja auch ein bisschen Zen-Buddhismus in sich, dass man sich so durch die Geschichte arbeiten muss. 😉
Als nächstes kommt was leichtes: der lang ersehnte dritte Band der Selection Reihe. Prinzessinencasting und Rebellion. Und natürlich ist es an der Zeit für America sich zu entscheiden. Herzschmerz ist da vorprogrammiert. Ich bin gespannt. 💕
Mal sehen, wie lange ich diesmal brauche. Und da wartet doch noch so viel schönes auf dem Stapel.